Zellteilung auf dem Balkan


Am 21. Mai 2006 beschloß die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Montenegro ihre staatliche Unabhängigkeit, und die damit verbundene Loslösung von (Rest-) Serbien. Die etwa 620.000 Einwohner zählende Republik stimmte in einem Referendum mit 55,4 % für die Unabhängigkeit, wobei das Ergebnis des Referendums die tiefe Gespaltenheit der Bevölkerung in dieser Frage zeigt – von einem „Einig Vaterland“ kann da keine Rede sein.

Den Ausschlag für die Sezession von Serbien dürfte für Viele sicherlich die Hoffnung gegeben haben, über den Umweg eines souveränen Montenegros schneller einer EU- Mitgliedschaft teilhaftig zu werden. Die Rechnung würde in diesem Falle dann der deutsche Steuerzahler über EU- Finanzbeihilfen für Montenegro präsentiert bekommen.

Die Unabhängigkeitsbewegung wurde im Vorfeld des Referendums nach Kräften vom amtierenden Ministerpräsidenten Djukanovic unterstützt. Dieser, ein ehemaliger Gefolgsmann des serbischen Ex-Präsidenten Milosevic, wurde vom selbigen noch in das Präsidentenamt der Teilrepublik Montenegro gehievt, und scheint mittlerweile die wundersame Wandlung vom Saulus zum Paulus erfahren zu haben. Jedenfalls darf sich jetzt Djukanovic noch so einige Amtsjahre als Präsident des nun unabhängigen Staates ausrechnen. Manchen dient politische Macht als Mittel zur Verwirklichung politischer Ideale, bei Anderen ist sie reiner Selbstzweck!  

Für Serbien bedeutet die Abspaltung Montenegros die nahezu vollständige Amputation: Territorial gesehen, ist es wieder auf seine Ausgangslage von vor 1918 zurückgeworfen worden. Wobei Serbien des Kosovo demnächst wohl ebenfalls verlustig gehen wird. Eine völlige Schwächung Serbiens kann aber nicht im Interesse Europas sein, da die Serben zusammen mit den Griechen eine Schildhalterfunktion wider die Türkei in Südosteuropa erfüllen.

Für eine staatliche Neuordnung Europas nach völkischen Gesichtspunkten bleibt folgendes festzuhalten: Hinsichtlich der Tradition, die Montenegro als souveräner serbischer Teilstaat bis 1918 besaß (den Namen gaben ihm übrigens einst die Venezianer: „Schwarze Berge“), könnte man genau so gut das Herzogtum Oldenburg wiederherstellen. Die sogenannten „Montenegriner“ sprechen serbisch, gehören der orthodoxen Kirche an (wie die Serben), und sind auch ethnisch gesehen Serben. Ein montenegrinischer Staat ist in Europa so überflüssig wie ein Kropf. Ein „montenegrinisches Volk“ ist eine reine Fiktion, es existiert sowenig wie z.B. ein „belgisches Volk“ (= Flamen / Wallonen), ein „moldawisches Volk“ (= Rumänen) oder aber ein „österreichisches Volk“!

Daniel Hubert NPD Göttingen - Weltanschauung
 15.08.2006