Die
Mütter von Dresden
Als
sie in Nürnberg saßen, die Großen, zum Gericht,
fragten in
Dresden die Mütter: Ruft man uns nicht?
Aus den Kellern
wollen wir kriechen und starren in euer Gesicht.
Wir Rest der
Mütter von Dresden; die anderen leben ja nicht.
Unmenschliches zu ahnden, so sagt ihr, sei eure Pflicht !
Da sind wir!
Bessere Zeugen findet ihr nicht!
Wir starrten in
unserer Kinder verkohltes Angesicht.
In unseren
Fingern zerfiel er, den wir geboren ins Licht .
Zu Nürnberg, ihr Großen,
Nun saßt
ihr zu Gericht.
Ruft ihr die
Mütter
Von Dresden
nicht?
Heinrich
Zillich
Deutschland,
heiliges Wort,
Du voll Unendlichkeit !
Über die Zeiten fort
Seist Du gebenedeit !
|: Heilig sind deine Seen,
Heilig dein Wald
Und der Kranz deiner stillen Höh'n
Bis an das grüne Meer! :|
Eberhard
Wolfgang
Möller
Melodie: Georg
Blumensaat 1936
Wach
auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen!
Bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
Und dir vertraut sein höchstes Pfand.
Drum magst du wohl aufwachen.
Gott hat dich, deutsches Volk, geehrt
mit seinem Wort der Gnaden,
groß Hilf und Kraft dir auch beschert,
Elend und Not zu tragen,
Viel Feind, groß Not und Hassgeschrei
Tritt an und fürcht ihr keinerlei!
Die Rott' wirst du zerschlagen.
Text und
Musik:
Johann Walter 1496 - 1570
Im Mittelalter war das Reich der Deutschen die Vormacht des
Abendlandes.
Im 16. Und 17. Jahrhundert entstanden Lieder und Choräle, die
sowohl
der geistig- geistlichen als auch der politischen Erneuerung des nun
innerlich
geschwächten Deutschlands dienen sollten. Der Thüringer
Johann Walter
(1496-1570), Hofkomponist Friedrichs des Weisen, Gründer der
ersten
stadtbürgerlichen Kantorei Deutschlands (1525, Torgau) und
Mitarbeiter
Luthers an der „Deutschen Messe", schuf in diesem Sinne den auf einem
fliegenden
Blatt des Jahres 1561 erstmals schriftlich bezeugten nationalen Aufruf
„Wach
auf, wach auf, du deutsches Land".
Die
schweigende Mehrheit
Ich
bin sehr national gesonnen
und
schwärm von Deutschlands großer Zeit.
Ich hätt'
auch längst was unternommen;
doch leider
komm' ich nicht soweit.
***
Ich lese
nationale Schriften
und wähle
auch die NPD.
Ich will auch
gerne etwas stiften;
nur nicht
zuviel, sonst tut das weh.
***
Ich selber kann
ja gar nichts machen;
das tut
bestimmt ein and´rer schon.
Man bringt sich
leicht mit solchen Sachen
noch selber gar
um Brot und Lohn.
***
Das kann man
nicht von mir verlangen,
daß ich
mich selbst für Deutschland rühr'.
Doch ist die
Saat dann aufgegangen,
war ich
natürlich längst dafür!!
Renate
Schütte 1978
Deutscher
Rat
Vor allem
eins, mein Kind: Sei treu und wahr,
laß nie die Lüge deinen Mund entweih’n!
Von alters her im deutschen Volke war
der höchste Ruhm, getreu und wahr zu sein.
Du bist ein
deutsches Kind, so denke dran!
Noch bist du jung, noch ist es nicht so schwer;
aus einem Knaben aber wird ein Mann;
das Bäumchen biegt sich, doch der Baum nicht mehr.
Sprich ja
und nein und dreh und deutle nicht;
was du berichtest, sage kurz und schlicht;
was du gelobtest, sei dir höchste Pflicht;
dein Wort sei heilig, drum verschwend es nicht!
Leicht
schleicht die Lüge sich ans Herz heran,
zuerst ein Zwerg, ein Riese hintenach;
doch dein Gewissen zeigt den Feind dir an,
und eine Stimme ruft in dir: “Sei wach!”
Dann wach
und kämpf, es ist ein Feind bereit:
die Lüg’ in dir, sie drohet dir Gefahr!
Kind, Deutsche kämpfen allezeit!
Du deutsches Kind, sei tapfer, treu und wahr!
Wo
keine Wiegen stehen, da rostet bald der Pflug,
wenn sich auch
heut die Äcker breiten
und hell die
Sensen darüber gleiten,
wo keine Wiegen
stehen, wird jede Ernte Trug.
Wo keine Wiegen
stehen, wird jedes Beten Spott,
ob auch die
Dome wiederklingen
und Fromme ihre
Opfer bringen.
Wo keine Wiegen
stehen, da schweigt auch Gott.
Wo keine Wiegen
stehen, wird auch das Schwert verlacht,
und mögen
noch so stolze Bauten ragen
und Männer
sieggewiß die Banner tragen,
wo keine Wiegen
stehen, verliert das Schwert die Macht.
L. Stengel
v. Rutkowsky
Nein,
nie und nimmer, mein deutsches Volk,
Mein teures
Vaterland,
Kannst und
wirst du untergeh'n,
Ob auch mit
Blut und Schand
Des Schicksals
harte, kalte Hand
Die Dornenkrone
dir ums Haupt,
Ums
Dulderantlitz wand -
Nein, niemals
wirst du untergehn,
Ich weiß
es, du wirst auferstehn !
Friedrich
Schenck
Völkermord
Dem
Weltgewissen wird verschwiegen,
Was einst geschah nach großer Schlacht:
Die Frauen wurden nackt gekreuzigt,
an Scheunentoren umgebracht.
Man band die Mädchen hinter Panzer
Mit Kälberstricken, Bein an Bein,
Man schliff sie, mehrmals vergewaltigt,
Im Winter über Stock und Stein.
Es mußten deutsche Mütter leuchten,
Wenn man die Töchter schändlich nahm,
Und starben sie vor Scham und Schmerzen,
Die Mutter an die Reihe kam.
Es wird noch viele Morde geben,
Weil Frieden oft nicht lange währt;
Doch Völkermord, auch der an Deutschen,
In der Geschichte nicht verjährt.
Gerd O.E.
Sattler
O
diese Zeit hat fürchterliche Zeichen:
Das Niedre schwillt, das Hohe senkt sich nieder,
Als könnte jeder nur am Platz des Andern
Befriedigung verworrner Wünsche finden,
Nur dann sich glücklich fühlen, wenn nichts mehr
Zu unterscheiden wäre, wenn wir alle,
Von einem Strom vermischt, dahingerissen,
Im Ozean uns unbemerkt verlören.
O laßt uns widerstehen, laßt uns tapfer,
Was uns und unser Volk erhalten kann,
Mit doppelt neuvereinter Kraft erhalten!
Nun bist Du, Boden meines Vaterlands,
Mir erst ein Heiligtum, nun fühl ich erst
Den dringenden Beruf, mich anzuklammern.
Ich lasse Dich nicht los, und welches Band
mich Dir erhalten kann, es ist nun heilig
Johann
Wolfgang Goethe 1803
Für
Wahrheit ich streit',
niemand macht
es mir leid.
Sieg oder Spott,
ich folg meinem
Gott !
Ulrich
van Hutten (1488-1523)
Die
Propagandalüge
Ich
habe hunderttausend Züge
von denen jeder
Euch gefällt.
Ich bin die
Propagandalüge,
die wahre
Herrin dieser Welt.
Ich bin schon
hunderttausend Jahre,
viel älter
als das Pentateuch
und von der
Wiege bis zur Bahre
bin ich auf
Schritt und Tritt bei euch.
Mir
dient das Hirn von tausend Köpfen,
mir dient der
Forscher im Labor.
Und Dummheit
kommt Millionen Tröpfen,
wenn ich es
will, wie Weisheit vor.
Doch dauernd
ändert sich mein Name,
ob es nun
Frieden oder Krieg.
Ich heiße
als Plakat „Reklame",
und als
Flugbaltt „Politik"
.
Ich streue Gift
in alle Brunnen,
an einem Tag
zigtausendmal.
Den Deutschen
mach' ich heute zum Hunnen
und morgen
schon zum Parzival.
Den Feigling
mache ich zum Heros,
den Helden aber
feig' und schlecht.
Mir dient der
Mensch, doch auch Gott Eros
ist
täglich tausendmal mein Knecht.
Ich
hetze jedes Volk zum Morden
aufs
Schlachtfeld, doch ich kann noch mehr:
Ich mache aus
vertierten Horden
Ein
sittenstrenges Kreuzzugsheer.
Henker werden zu Propheten,
Ein Denunziant zum Edelmann,
Und gottlose werden beten,
Gerade so, wie ich's ersann.
Ich bin
die Propagandalüge,
die jeder
kaufen kann für's Geld.
Ich
fälsche, lüge und betrüge
seit Anbeginn
die ganze Welt
Verfasser
unbenkannt. Gesungen von Frank Rennicke auf der CD "Andere(r) Lieder"
Türken,
Inder,
Hottentotten sind sympathisch alle drei,
wenn sie leben, lieben, lachen, fern von
hier in der Türkei.
Doch wenn sie in hellen Scharen, wie die Maden in dem Speck,
in Europa nisten wollen, ist die Sympathie schnell weg!
Heinrich Heine, jüdisch-deutscher
Dichter
Das ist dem guten Staate
eigen:
er muß bisweilen Härte
zeigen,
und soll - sonst wird er wenig
nützen -
vor allem seine Bürger
schützen.
Denn er ist alles, nur nicht das:
für alle Welt die Caritas.
Wolf Martin
Lieber
guter Weihnachtsmann,
sieh Dir die
Regierung an,
die Versprechen
selten hält.
Dafür
zockt sie Weihnachtsgeld!
Alle „Schwarz“,
„Gelb“, „Rot“ und „Grün“
werden uns ins
Elend ziehn,
weil sie – das
weiß jedes Kind –
ewig gegen
Deutschland sind!
Traurig scheint
der Weihnachtsstern,
Deutschlands
Pleite ist nicht fern,
durch Reformen
voller Mängel,
da hilft auch
kein Weihnachtsengel.
Nein, die Wahl
war nie 'ne Gute.
Gib den Bonzen
Deine Rute!
Doch die reicht
nicht - steck das Pack
lieber gleich
in Deinen Sack!
Lass sie da nie
wieder raus,
sonst
sieht´s für Deutschland finster aus!
"Arno 434"
Das ist dem guten Staate eigen:
er muß bisweilen Härte
zeigen,
und soll - sonst wird er wenig
nützen -
vor allem seine Bürger
schützen.
Denn er ist alles, nur nicht das:
für alle Welt die Caritas.
Wolf Martin
Sei
zu Dealern
nur hübsch freundlich!
Denn sonst bist
du fremdenfeindlich.
Tadle nur, was
heimisch ist!
Denn sonst bist
du ein Rassist.
Sind dir Logen
nicht geheuer,
hast du sicher
Paranoia.
Die EU -
durchsetzt durch sie?
Welch
Verschwörungstheorie!
Sprich
verständnisvoll, nicht eifernd,
stets
differenziert, nie geifernd!
Außer
übers Dritte Reich.
Sonst bist du
ein Nazi gleich.
Wolf
Martin in der Kronen-Zeitung vom 08.12.2006
Was
auch immer geschieht -
Nie dürft Ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht
auch noch zu trinken !
Erich
Kästner
Chor
der Toten
Wir Toten, wir Toten sind
größere Heere
Als ihr auf der Erde, als ihr auf dem Meere!
Wir pflügten das
Feld mit geduldigen Taten,
Ihr schwinget die Sicheln
und schneidet die Saaten,
Und was wir vollendet und
was wir begonnen,
Das füllt noch dort
oben die rauschenden Bronnen,
Und all unser Lieben und
Hassen und Hadern,
Das klopft noch dort oben
in sterblichen Adern,
Und was wir an
gültigen Sätzen gefunden,
Dran bleibt aller
irdische Wandel gebunden,
Und unsere Töne,
Gebilde, Gedichte
Erkämpfen den
Lorbeer im strahlenden Lichte,
Wir suchen noch immer die
menschlichen Ziele -
Drum ehret und opfert!
Denn unser sind viele!
Conrad Ferdinand Meyer
Ich trat vor ein Soldatengrab
Und sprach zur Erde tief hinab:
"Mein stiller grauer Bruder du,
Das Danken läßt uns keine Ruh'.
Ein Volk in toter Helden Schuld
Brennt tief in Dankes Ungeduld.
Daß ich die Hand noch rühren kann,
Das dank' ich dir, du stiller Mann.
Wie rühr' ich sie Dir recht zum Preis?
Gib Antwort, Bruder, daß ich's
weiß!
Willst du ein Bild von Erz und Stein?
Willst einen grünen Heldenhain?"
Und alsobald aus Grabes Grund
Ward mir des Bruders Antwort kund:
"Wir sanken hin für Deutschlands Glanz.
Blüh, Deutschland, uns als Totenkranz!
Der Bruder, der den Acker pflügt,
Ist mir ein Denkmal, wohlgefügt.
Die Mutter, die ihr Kindlein hegt,
Ein Blümlein überm Grab mir pflegt.
Die Büblein schlank, die Dirnlein rank,
Blühn mir als Totengärtlein Dank.
Blüh, Deutschland, überm
Grabe mein,
Jung, stark und schön als Heldenhain!"
Walter Flex
Es lebe,
was
auf Erden
nach Freiheit strebt und wirbt,
von Freiheit singt und saget,
für Freiheit lebt und stirbt
Die Welt mit ihren Freuden
ist ohne Freiheit nichts.
Die Freiheit ist die Quelle
der Tugend und des Lichts
Es kann, was lebt und webet
in Freiheit nur gedeihn.
Das Ebenbild des Schöpfers
kann nur der Freie sein
Frei will ich sein und singen,
so wie der Vogel lebt,
der auf Palast und Kerker
sein Frühlingslied erhebt
Die Freiheit ist mein Leben
und bleibt es immerfort,
mein Sehnen, mein Gedanke,
mein Traum, mein Lied und Wort
Es lebe was auf Erden
nach Freiheit strebt und wirbt,
von Freiheit singt und saget,
für Freiheit lebt und stirbt
Fluch sing ich allen Zwingherrn,
Fluch aller Dienstbarkeit.
Die Freiheit ist mein Leben
und bleibt es allezeit.
Hoffmann von
Fallersleben
1843
An die deutschen
Fürsten.
Ihr schaut den deutschen Michel an?
Er trägt nicht mehr den Stamm
der
Tannen,
Doch ist er noch der wilde Mann,
Der nicht viel dannen fragt noch
wannen,
Das Riesenkind im alten Traum,
Vor dessen Faust die Welt muß
strauchen,
Und nimmt er sich den Weberbaum,
Er weiß wie weiland ihn zu
brauchen.
Ihr schaut den deutschen Michel an?
O meinet nicht mit ihm zu scherzen,
Er ist noch heut der wilde Mann,
Der viel im Arm hat, mehr im Herzen.
Traut nicht zu viel auf seinen
Traum,
Er träumet hart am Morgenthore,
Ein solcher Traum wird nimmer
Schaum,
Er hat die volle Lichtaurore.
Ja, schaut euch nur den Michel an.
Er reibt die Augen zum Erwachen,
Ihm träumte, wie er ein Gespann
Von einem Riesen schlug und Drachen
–
O schaut, wie ihm des Schlafes Sand
Vom lichtbestrahlten Auge
fließet,
Wie er halb träumend mit der
Hand
Wie durch die Lüfte Speere
schießet.
Ja, schaut euch nur den Michel an,
Die Faust, das Herz, das
Speereschießen,
Der schwere Schlaf gottlob wird dann
Auch euch wie ihm im Licht
zerfließen
–
Kommt, schaut den Traum, des
Träumers
Spiel,
Und traut nicht, daß er nur
will
spielen:
Weil er mit Geistern spielt zum
Ziel,
So wird er desto schärfer
zielen.
Ja, schaut euch nur den Michel an,
Und lernt im Michel euch erkennen,
Lernt mit dem deutschen starken Mann
Wie weiland für die Freiheit
brennen,
Für deutsche Ehre, deutsches
Recht,
Für deutsche Wahrheit,
deutsche
Freude –
Lernt das! dann weidet eu’r
Geschlecht
Auch künftig mit auf deutscher
Weide.
Ja, schaut den deutschen Michel an,
Was soll ich Fürsten Wahrheit
fälschen?
–
Zieht an den vollen deutschen Mann,
Werft weg den bunten Rock der
Welschen,
Werft weg den welschen
Lügenschein,
All eure welschen Feinereien –
Dann tritt der deutsche Held herein,
Der erste Freie unter Freien.
Ja, schaut den deutschen Michel an –
O wärt ihr ganz aus seinem
Holze!
Gleich stünde da der ganze
Mann,
Der Stille, Tapfre, Freie, Stolze,
Der winkte durch die Welt hinaus:
»Still, Moskowiter! still,
Franzose!
Wir stehen fertig jedem Strauß
Und schütteln mutig rote
Lose.«
Ja, schaut den deutschen Michel an,
Das Riesenkind mit
Geisterträumen
–
Nicht wird die Brandung, die begann,
In dünnem Wellenspiel
verschäumen
–
Mit ihm mit hellem Mut hinein,
Wie wild auch Sturm und Woge
treiben!
So werdet ihr die ersten sein
Und Michel wird der Zweite bleiben.
Ernst Moritz Arndt (1842)
Arndt war eben ein deutscher Pommer und kein Kongolese!
Früher waren die Patrioten im
Parlament
und die Verbrecher im Gefängnis.
Wie sich die Zeiten doch geändert haben !
Wer
unbedacht
ein Fremdwort wählt,
und deutsches Wort für ihn nicht zählt,
wer "happy" sagt und glücklich meint,
und "sunshine", wenn die Sonne scheint,
wer "hot" gebraucht anstelle heiß,
"know-how" benutzt, wenn er was weiß,
wer sich mit "sorry" kühl verneigt;
und "Shows" abzieht, wenn er was zeigt,
wer "shoppen" geht statt einzukaufen,
und "Jogging" sagt zum Dauerlaufen,
der bleibt zwar fit, doch merkt zu spät,
wenn er kein Wort mehr Deutsch versteht!
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