Fragen aus Wien

Hier ein von uns kommentierter Leserbrief aus Wien

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit längerer Zeit beobachte ich Ihre Seite und habe mit Freude festgestellt, dass sich die NPD respektive die NPD Göttingen nicht scheut, auch Leserbriefe zu veröffentlichen, die von Menschen stammen, welche nicht unbedingt die fundamentalen Grundsätze der NPD teilen.

Kurz zu meiner Person:

Mein Name ist Andreas M., geboren 1976 in Passau, aufgewachsen in Augsburg und ich lebe nun seit zwei Jahren in Österreich. Jedoch mein Herz gehört und wird immer Deutschland und einem vereinten Europa gehören.

Ja, ich würde schon sagen, dass ich stolz bin, Deutscher zu sein, weil es mich stolz macht, was Deutsche mit dürftiger Hilfe nach dem 2. Weltkrieg geschaffen haben. Ein wunderbares Land.

Es sei gesagt, dass Nationalismus, so sehr negativ dieses Wort auch belegt ist, eine Einstellung ist, die nicht nur rein der politisch "rechten" Seite zugeordnet werden kann. Nationalismus bedeutet für mich persönlich nicht mehr als ein Wohlwollen dem eigenem Volk gegenüber.
Ein weiteres wichtiges Merkmal des Nationalismus ist die Ablehnung des Internationalismus, d.h. aller Entwicklungen, Bestrebungen und Verschwörungen, die daraus hinauslaufen, Nationen überhaupt aufzulösen und in einen multikulturellen Einheitsbrei von Konsumenten zu verwandeln. Daher lehnen wir auch den bürokratischen "Superstaat" EU ab.
Ich will unserem Volk nur Gutes, aber wie man eindeutig an Ihrer Bewegung erkennen kann, zielt sie nicht darauf ab, dem Volk Deutschlands Gutes zu tun, sondern nur den Deutschen. Was mich ja brennend auch interessieren würde:
Das Volk Deutschlands ist das Deutsche Volk.
Wer ist in Ihrem Sinne Deutscher?
  1. Ist deutsch, wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt?
  2. Ist ein deutscher Staatsbürger, dessen Eltern vor seiner Geburt eingewandert sind, Deutscher?
  3. Ist ein deutscher Staatsbürger, der nach Österreich "ausgewandert" ist Deutscher?
  4. Wer ist ein Deutscher dem deutschem Volke zugehörig in Ihrem Sinne?
Ich würde Sie dringend bitten, mir auf diese sehr simplen Fragen Antwort zu geben.
  1. Eine wirklich Deutsche Staatsbürgerschaft gibt es zur Zeit nicht. Die brd- Staatsbürgerschaft hat für uns keine Bedeutung, da sie besonders in den letzten Jahren nach Belieben an Fremde aus aller Herren Ländern verschenkt wird. Deutsche Neger oder deutsche Orientalen gibt es für uns z.B. nicht.
  2. Normalerweise nicht.
  3. Da Österreich ein Deutscher Staat ist, ist eine Umsiedlung nach Österreich für einen Deutschen keine Auswanderung. Österreicher sind Deutsche.
  4. Für uns gibt es eine sehr kurze und griffige Definition: Deutscher ist, wer Deutsche Eltern hat.

Was ich noch sehr gerne wissen möchte:

Sie führen eine Partei, Sie haben Kenntnis über den Mitgliedsstand Ihrer Partei, über die Ausbildung, den Beruf, das Alter und womöglich auch über den Familienstatus.

Hier zwei weitere Fragen:
  1. Wieviel % der Mitglieder haben eine höhere Ausbildung als Grundschule, wie viele Abitur und wie viele Hochschulabschluss?
  2. Wieviel % der Mitglieder sind arbeitslos?
  1. Da treffen Sie einen wunden Punkt: Intellektuelle sind vor allem an der Parteibasis tatsächlich unterrepräsentiert. Das liegt daran, dass man als brd- Intellektueller (Student, Akademiker) selbstverständlich links- liberal ist. Selbst hochintelligente Menschen schalten in politischen Fragen einfach ihren Kopf nicht ein, sondern beten brav die Meinung der linken Journaille nach (taz, Spiegel, Süddeutsche, Frankfurter Rundschau etc.) Ich kenne das gut von meinem Arbeitsplatz.
  2. Leider relativ viele, aber das liegt auch daran, dass es sich um junge Leute handelt, und die werden eben von der brd besonders im Stich gelassen. In anderen Parteien gibt es wahrscheinlich weniger Arbeitslose, da es Rentnerparteien sind (SPD, CDU und dgl.).
Es ist relativ einfach, eine Partei abzustempeln, ich persönlich gebe mich eher den Fakten als den Emotionen hin, obwohl ich gestehen muss, dass sich manchmal doch die eine oder andere Zornfalte beim Lesen Ihrer Berichte an meiner Stirn runzelt.

Es gibt auf Ihrer Homepage Zitate, die selbstverständlich in die "richtige" Richtung zielen. Die meisten Zitate stammen aus der Zeit vor 1945. Sie sind völlig aus dem Zusammenhang gerissen und im Vertrauen gesagt würde ich mich nicht wundern, wären einige der die Zitate betreffenden Menschen noch am Leben, würden Sie mit dieser Darstellung gröbste Probleme bekommen.

Zum Beispiel:
"Wenn England einmal so geschlagen darniederliegen sollte wie Deutschland nach dem Weltkrieg, dann wünschte ich mir für England einen Mann wie Adolf Hitler."
Winston Churchill, 1938
Welchen Grund könnte wohl Churchill 1938 gehabt haben so ein Zitat unter's Volk zu bringen? Glauben Sie, dass Churchill nicht schon 1938 wusste, dass der Frieden in Europa am seidenen Faden hängt und er somit noch mal Hitler Honig ums Maul schmieren wollte, um vielleicht doch noch eine bessere Zukunft als Krieg zu erwirken?
Es mag Ihnen absurd vorkommen, wenn Sie es zum ersten Mal lesen und bisher nur die Feindpropaganda kennen, aber es ist vielfach belegt: der Kriegstreiber war nicht Hitler, sondern Churchill.
Was mich so verwundert ist einfach, dass Sie die "alte" Zeit auf Ihrer HP aufleben lassen wollen, man findet nur eine Scheinaufarbeitung der Kriegsgeschichte in höchst fadenscheinigem Rahmen.
Wenn Sie mit "Aufarbeitung" meinen, in der eigenen Schuld zu suhlen und alle Deutschland entlastenden Fakten zu verschweigen - auf solche "Aufarbeitung" können wir verzichten. Die erledigt bei uns in der brd vor allem der Chefpropagandist namens Guido Knopp regelmaßig im staatlich gelenkten Fernsehen.
Wie wär es denn, den Menschen Hoffnung zu geben und nicht den "Volkszorn" auf die bösen Ausländer zu lenken.
Ausländer sind nicht böse. Aber die viel zu vielen davon in unserem Land sind eine unerträgliche Belastung, die nicht verschwiegen werden darf. Der Volkszorn richtet sich eher gegen die "deutschen" Politiker, die die Verausländerung Deutschlands dulden oder gar fördern.

Wie wär es, endlich wieder anzupacken und anzugreifen, und zwar im fleißigen Sinne und nicht den Menschen versuchen zu erklären, wir hätten einen Schuldigen für das unglaubliche Leid (keine 3 Urlaubsreisen mehr nach Spanien, keine 10 Fernseher, keine 2 Autos usw.), das uns Deutsche überkommen hat, gefunden.
Wir Deutschen können arbeiten bis zum Umfallen, das löst keine Probleme mehr, denn das Wirtschaftssystem taugt in der Wurzel nichts. Die Wirtschaft dient längst nicht mehr dem Volkswohl, sondern sie verbraucht billige "Arbeitskräfte" und überlässt die nicht Gebrauchten ihrem Schicksal. Die Reichen werden reicher und die Armen zahlreicher. Das klingt platt, trifft aber genau die heutige Entwicklung.

Und was die drei Urlaubsreisen angeht, da leben Sie wohl in einer anderen Welt als die meisten von uns Nationalisten. Die meisten jungen Deutschen können von teuren Autos und Luxusreisen nur träumen. Viele Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht aus reichem Hause stammen, kommen kaum über die Runden, geschweige denn, dass sie eine Familie ernähren könnten.

Ich entstamme selbst einer bis in die siebziger Jahre typischen Arbeiterfamilie: Mutter Hausfrau, Vater Maurer, drei Kinder. Wo gibt es denn das heute noch, dass ein junger Arbeiter eine fünfköpfige Familie ernähren kann? Familie wird doch heute als etwas unwichtiges dargestellt, das man nicht unbedingt haben muss und, wenn man es hat, nach Lust und Laune wieder zerschlagen kann - das Sozialamt kommt ja für alles auf. Dieser Zeitgeist ist einer der Hauptgünde für die katastrophale Bevölkerungsentwicklung.

Unser Zorn ist schon echt, aber leider geht es vielen Deutschen bisher noch zu gut, so dass sie alles mit sich machen lassen und nicht aufmucken. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben, bald wird sich das Volk nicht mehr ruhigstellen lassen mit Brot und Spielen.

Ich würde mich sehr freuen wenn Sie meinen Leserbrief veröffentlichen, denn ich denke dies ist eine ordentliche Form der Konversation, die weder in derber Erniedrigung noch in blinder Nacheiferung der Ideologie der NPD erfolgt.

Schöne Grüße aus Wien

Andreas


Antworten von Arno Nühm
NPD Göttingen - Leserbriefe
 02.04.2006