Der Film Dresden - Hollywood pur

Der Film "Dresden" - Geschichtsaufarbeitung nach Hollywood-Muster
 
Wer sich zunächst freute, daß das Deutsche Fernsehen endlich das Thema des größten Massakers aller Zeiten in einem Fernsehfilm behandelt, wurde von dem Film "Dresden", der am 5./6. März ausgestrahlt wurde, bitter enttäuscht. Wer gleich Böses ahnte, da der Zweiteiler im Guido-Knopp-Kanal ZDF erschien, dessen schlimmste Befürchtungen wurden wohl übertroffen.

Auch in Systemzeitungen hagelt es Kritik, vor allem an der schmalzigen Liebesgeschichte, die den Film mehr beherrschte als der Bombenangriff, und deren Handlung abwegig, an den Haaren herbeigezogen und völlig unrealistisch war. Lesen Sie hierzu z.B. tv.scharfblog.de(*), wo sie auch eigene Kommentare anbringen können. Ein Hochgenuss aus unserer Sicht ist der Filmverriss durch den Berlin- Korrespondenten der Londoner "Times", Roger Boyes, in der Zeitung "Die Welt". Wie so oft sind es Ausländer, die übereifrige Antideutsche auf den Topf setzen.

Hier einige Nebenhandlungen, die den schändlich antideutschen Propaganda- Charakter dieses angeblich deutschen Films zeigen:
  • Am Filmbeginn: Textausrisse von Adolf Hitler à la "wir werden ihre Städte ausradieren" - natürlich ohne Darstellung ähnlicher Äußerungen z.B. Churchills.
  • Britische Bomberpiloten müssen nach einem Angriff auf Magdeburg wegen eines Abschusses durch Abfangjäger mit dem Fallschirm abspringen. Selbstverständlich werden die Besatzungen vom deutschen Pöbel auf dem Acker sofort gelyncht. Außer einem - der entkommt mit Bauchschuß nach Dresden (Warum flüchtet ein britischer Soldat von Magdeburg nach Dresden und nicht etwa in Richtung England oder gen Westen, wo er auf das Kommen seiner Kameraden doch eher hoffen könnte?).
  • Alle Deutschen sind entweder hemmungslose Zyniker, wollen in die Schweiz flüchten, desertieren oder besaufen sich bei Jazz- Musik.
  • Nur die pösän Feldgendarmen und die Gestapo stören die weltoffenen Deutschen, die anscheinend damals schon dieselben "Demokraten" wie heute waren.
  • Mit dem Erschießen sind die "Nazis" schnell zur Hand. Am Filmanfang entkommt die Krankenschwester nur knapp einem Standgericht, da sie die Frau eines Deserteurs behandeln will.
  • Am Morgen nach dem Bombenangriff wird ein Mann, der ein kleines Kind im Arm hält, sofort als Plünderer erschossen, nur weil er zwischen Trümmern etwas Essbares sucht. (Erschießungen wegen Plünderungen gab es wirklich, aber da ging es doch wohl eher um von außen angereiste Banditen, die sich am Leid Anderer bereichern wollten.)
  • Dem frisch verlobten Arzt, der sich um die Patienten im Krankenhaus kümmert, wird vom sexy Bomberpiloten die Braut ausgespannt. Der gute Brite ist natürlich die Sympathie in Person, nett zu kleinen Kindern und immer auf der Flucht. Dabei aber soo tapfer.
  • Auch der obligatorische Jude darf nicht fehlen, es muß ja schließlich auch ein Opfer geben. Man sieht eine Schar Kinder, die um einen Juden herumspringen und ihn mit "Jude, Jude Satansknecht" hänseln. So bestätigt der Film andererseits ganz klar, daß im Februar 1945 (nach Auschwitz!) noch Juden in den deutschen Städten leben konnten.
Hier einige Zitate aus der TV-Spielfilm Nr. 05/06 vom 04.03.-17.03.2006
  • Vor dem Hintergrund der Dresdner Bombennächte erzählt das zweiteilige TV-Kriegsdrama von der Liebe eines britischen Piloten zu einer deutschen Krankenschwester.
  • An den Straßenlaternen sieht man aufgehängte Juden.
  • Entkommt Heldin Anna selbst nur knapp einer standrechtlichen Erschießung.
  • Ihr Vater das Morphium für die Verwundeten an süchtige Nazi-Bonzen verschiebt.
  • Die Schwester der Heldin - eine Pragmatikerin, die Naziparolen aufsagt [sie ist selbstverständlich hellblond und eine Sexschlampe - die Redaktion] und für ihren Luxus mit Fieslingen ins Bett steigt.
  • Anna, die erkannt hat, dass der Untergang Dresdens das Resultat des von den Deutschen begonnenen Krieges ist.
Fazit:

Böse Deutsche, nette englischen Bomberpiloten, süchtige Nazis, dumme Naziblondchen und natürlich die obligatorische Selbstverschuldung allen Übels.

Alle Klischees erfüllt, wieder mal "Vergangenheitsbewältigung" nach brd-Art. Einen wichtigen Grundsatz jeglicher Propaganda beherrschten die Filmemacher perfekt: die Ausnahme als Regel und die Regel als Ausnahme erscheinen zu lassen. Der mörderische Bombenangriff verkommt fast zur Nebenhandlung.

Fehlt eigentlich nur noch eine weiter nach unten "korrigierte" Zahl der über 250 Tausend deutschen Opfer. Wahrlich ein brd-TV-Drama!

(*) Anmerkung der Redaktion 15.03.2008:
der Verweis "http://tv.scharfblog.de/2006/03/08/ zuschauer-reaktionen-zu-dresden-sehr-bose/" ist inzwischen ungültig geworden und führte dann ausgerechnet zu einer Erotik-Seite! Ein Leser wies uns freundlicher Weise darauf hin.


NPD Göttingen -Geschichte  11.03.2006